Büchse für Einsteiger

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Für den Schalenwildjäger ist die Büchse das Handwerkszeug Nummer eins. Das gilt sowohl für den umgebauten preiswerten Repetierer aus Militärarsenalen und dessen moderne zivile Nachfahren als auch für Selbstladebüchsen sowie exklusive Kipplauf- und Blockbüchsen. Wolfram Osgyan sichtet das Angebot und sagt, worauf es ankommt.

Büchse
Nicht nur Bergjäger schätzen den Stutzen als führige Büchse für den jagdlichen Alltag

Drückjagd an einem eiskalten Wintertag. Fern bellen die ersten Schüsse, wenig später künden brechende Äste und krachendes Laub eine anwechselnde Rotte an. Derart alarmiert wartet der Schütze mit der Büchse an der Wange auf das Erscheinen, lässt die Bache durch, nimmt die nachfolgenden Frischlinge ins Absehen, feuert, repetiert, schießt ein zweites, drittes, viertes und fünftes Mal. Die Braunen überfallen wie die Perlen an der Schnur den Weg und purzeln als hätte jemand den Faden durchtrennt. Sekunden später ist der Spuk vorbei. Am Anschuss – beziehungsweise in dessen Nähe – liegen fünf Sauen und legen Zeugnis einer jagdlichen Sternstunde ab. Dafür musste alles passen: Der Anlauf, die Fertigkeit beziehungsweise das Vermögen des Schützen und die Waffe. Möglich machte es in diesem Fall die Repetierbüchse, und in Deutschland zumindest hätte Gleiches kein anderer Waffentyp bewerkstelligen können. Die große, durch kein Gesetz limitierte Magazinkapazität repräsentiert nämlich einen wesentlichen Trumpf des Repetierers. Ob man je in die Lage kommt, sie vollends auszuschöpfen, sei dahingestellt. Aber die Kahlwilddublette auf größere Distanz, das Erlegen von Gamskitz und -gais, Kitze, samt Ricke einer zweiten Sau aus der Rotte bei Pirsch oder Ansitz gelingen deshalb am besten, weil die benötigten Patronen im Fall der Fälle ohne Verzögerung verfügbar sind. Des Weiteren passiert es immer wieder, dass nachgeschossen werden muss, und eine zweite beziehungsweise dritte Kugel Leiden verkürzen und langwierige Nachsuchen verhindern hilft oder Schaden abwenden kann, wenn wehrhaftes Wild annimmt. Vom Gams beispielsweise sagen die Einheimischen, dass er ein „Patronenbettler“ sei und sie raten jedem Gast, reichlich Munition auf den Berg mitzunehmen. Mir sind einige Fälle bekannt, wo eine ganze Schachtel Patronen draufging, weil sich ein angeschweißter Gams in eine Wand eingestellt hatte, die Schussdistanz aufgrund von Geländebesonderheiten weit über dem „Normalen“ siedelte oder die Nervenkostüme der Beteiligten verrückt spielten. Und was eine „angeflickte“ Sau oder ein Brunfthirsch wegzustecken imstande sind, sollten nicht nur Schweißhundführer wissen.

Reflexvisiere (mit Rotpunkt) erlauben blitzschnelles Erfassen des Zieles bei Drückjagden

Repetierbüchsen zeichnen sich auch durch besondere Robustheit aus. Sie sind selbst dann noch funktionsfähig, wenn andere Waffen längst ihren Geist aufgeben würden, und haben ihre Tauglichkeit in Eis und Schnee, in Schlamm, Tropenfeuchte oder Wüstensand bei Militär- und Jagdeinsätzen millionenfach unter Beweis gestellt. Nicht nur, dass ihre Verschlüsse eine Portion an Schmutz verdauen können, sie widerstehen auch noch Gasdrücken, die andere Verriegelungen sprengen würden. Zudem gilt die Flügelsicherung des M 98, die den Schlagbolzen arretiert, als die sicherste ihrer Art. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wussten die Beschaffungsämter bestens über deren Vorzüge Bescheid, und
sie hatten gute Gründe, Waffen zu ordern, die damit ausgestattet waren. Wie alle einläufigen Büchsen zeichnen sich die Mehrlader durch gutes Warmschießverhalten aus. Sofern der Lauf sauber gebettet ist und er nirgends am Vorderschaft anliegt, finden sich die Einschläge der Folgeschüsse auch dort, wo hingezielt wurde. Immer vorausgesetzt, dass der Lauf maßhaltig und frei von Macken ist und mit der verwendeten Munition harmoniert.
über Zeittakte zwischen den Schüssen und Haltepunktveränderungen wie bei kombinierten
Waffen muss sich demnach der Besitzer einer Einläufigen den Kopf nicht zerbrechen. Das alles nährt auch den Nimbus, dass Repetierbüchsen generell besonders gut schießen. Was ehedem handwerklich in ungeahnten Stückzahlen für alle Armeen der Welt produziert, im Laufe eines halben Jahrhunderts von der Weiterentwicklung in der Wehrtechnik überholt und deshalb ausgemustert wurde, gelangte preiswert auf den zivilen Markt. Gut erhaltene
Mausersysteme aus der Zeit vor dem Ersten Weltkrieg beispielsweise sind wegen ihrer fantastischen Verarbeitungsqualität nach wie vor bei Büchsenmachern gefragt und bilden die Basis für geschmackvoll gestaltete Jagdrepetierer. Solche Systeme neu zu fertigen, ist heutzutage ein kostenträchtiges Unterfangen. Betriebe, die sich darauf spezialisiert haben, produzieren demnach ausschließlich für eine zahlungskräftige Kundschaft. Zwar sollen uns heute Werbespots suggerieren, dass Geiz geil sei, doch scheint mir ein übermaß an Sparsamkeit alles andere als ein Aphrodisiakum (für den Geschlechtstrieb anregendes Mittel) zu sein. Zumindest im Hinblick auf die günstig angebotenen, durchaus funktionsfähigen und gebrauchstüchtigen Militärkarabiner. Nichts gegen Buchenholzschaft
mit Eisenbeschlägen und schon gar nichts gegen das bewährte Kaliber 8×57 IS, nichts gegen hohes Gewicht und füllige Optik, doch ein Druckpunktabzug mit Widerständen jenseits der drei Kilogramm (3 Newton) dürfte den Jäger vor schwer lösbare Aufgaben stellen.

Doch für ein paar Hunderter mehr  gibt es ansprechende Jagdrepetierer mit Nussbaumschaft, Doppelzüngelstecher sowie fabrikneuem Lauf in den Jagdkalibern 7×64 beziehungsweise .30-06. Sie repräsentieren zugleich die uneingeschränkt jagdtaugliche Einsteigerklasse. Glas und Montage freilich treiben den Preis um einen Tausender hoch, so
dass letztendlich unterm Strich wenigstens 1 500 Euro investiert werden müssen. Mehr an Komfort (modifizierte Sicherung, Handspannung, Flinten- oder Kombiabzug, Steckmagazin, Drückjagdvisierung und ähnliches) will zusätzlich abgegolten sein. Es steht außer Frage, dass ein gestochener Abzug bei der Drückjagd ein Sicherheitsrisiko birgt und nahezu alle mit deutschem Stecher ausgerüsteten Abzugssysteme ungestochen zu hohe Abdrücke bedingen. Trocken stehende Flintenabzüge mit Abdrücken zwischen 1 und 1,5 Newton
wiederum sind für die Bewegungsjagd ideal. Für den gezielten Schuss dagegen muss einem ihre Charakteristik erst einmal in Fleisch und Blut übergegangen sein, damit man im Fall der Fälle nicht verreißt. So gesehen, wäre ein Wechsel zwischen diversen Abzugssystemen kontraproduktiv. Die Maxime muss dann heißen: „Einmal Flintenabzug, immer Flintenabzug.“ Den goldenen Mittelweg aber erschließen die Kombiabzüge, deren Rückstecher sich fein justieren lassen und die ungestochen noch mit vertretbarem Kraftaufwand bedient werden können. Ohne Zweifel werten die Transportbestimmungen
des neuen Waffengesetzes Steckmagazine auf. Mit einem Handgriff ist die Waffe geladen und mit einem anderen ihres Munitionsvorrates enthoben. Somit entfällt das zeitraubende Beschicken beziehungsweise noch zeitraubendere Entladen vor und nach der Jagd.

In seiner Domäne, der Bewegungsjagd, ist das Drückjagdzielfernrohr allen Zielhilfen überlegen

Zudem gibt es für eine Reihe von Büchsen auch Wechselmagazine mit größerer Kapazität, so genannte Drückjagdmagazine. Mit ihnen sollte sich eigentlich jede Situation meistern lassen. Doch wo Licht scheint, fällt auch Schatten: Herausnehmbare Magazine können halt verloren gehen. Sei es, dass sich deren Halterung beim Transport unbemerkt entriegelt, sei es, dass das Magazin aus der Tasche fällt oder in der verkehrten Tasche deponiert wurde. Seitliche Schiebesicherungen, wie wir sie bei vielen Modellen gerade auch aus ausländischer Fertigung finden, blockieren häufig lediglich den Abzugsstollen und bieten bei Fall beziehungsweise Sturz nur eingeschränkten Schutz. Ich selbst konnte
schon mehrfach beobachten, dass bei diesem Sicherungstyp Schüsse in dem Augenblick
brachen, wo der Schieber nach vorne in Feuerstellung gedrückt wurde, und in einem Fall löste sich bei einer gesicherten Waffe ein Schuss, als sie auf den Boden prallte und dabei mit der Kappe aufschlug. Dass eine Handspannung mehr Sicherheit während des Führens bietet, ist unbestritten. Doch einmal aktiviert gewährt sie ebenso wenig Schutz vor einem Malheur wie jede andere durchgeladene und entsicherte Büchse. Traditionelle  Repetierbüchsen sind lang und überragen mit ihren 110 bis 114 Zentimetern die meisten anderen Jagdwaffen deutlich. Spätestens, wenn sie in geschlossenen Kanzeln anecken, wird einem das Minus an Führigkeit bewusst. Ein kürzerer Lauf sorgt hier zwar für Abhilfe, doch zollt er seinen Tribut in Form gesteigerten Mündungsfeuers, unangenehmeren Mündungsknalls und geringfügig geminderter Geschossgeschwindigkeit. Damit wären
auch gleichzeitig wesentliche Nachteile des Stutzens genannt. Sein größter jedoch
besteht darin, dass sich der durchgehende Schaft verziehen und somit die Schussleistung
beeinträchtigen kann. Die Würze aber liegt in der Kürze des Systems, denn damit lässt sich auch ohne Laufverkürzung die Baulänge reduzieren. Mauser machte mit seinem Modell 66 den Anfang, Kepplinger zog mit der Kaiserbüchse nach, und Blaser folgte mit den Modellen
SR 830, SR 850, SR 850/88 sowie R 93. Letztgenannte verhalf auch dem Geradezug zum Durchbruch. Wer einmal dessen schnellen, linearen Repetiervorgang schätzen gelernt hat, dem fällt es nicht leicht, sich wieder an den durch die Drehbewegung gebremsten Schwung „normaler“ Zylinderverschlüsse zu gewöhnen. Bahn- und Flugreisen sind mit dem langen, sperrigen Repetierbüchsenkoffer kein Vergnügen. Werden dagegen Repetierbüchsen
in ihre Bauelemente Lauf, System und Schaft zerlegt, geht es nach dem Zusammenbau
in der Regel nicht ohne erneutes Einschießen der Büchse ab. Das nervt auf die Dauer
ganz schön, weil es Zeit und beim „Vielflieger“ auch reichlich Munition frisst. Gegen dieses Manko sind Take- Down-Versionen wie die Sauer 202 gefeit. Letztere sind auch deshalb so wiederkehrgenau, weil bei ihnen das Zielfernrohr auf dem Lauf und nicht wie gemeinhin üblich, auf der Hülsenbrücke sitzt.

Präzision pur: dicker Lauf und kleines Kaliber für die Reh- und Fuchsjagd

Die Laufwechselmöglichkeit macht eine Repetierbüchse noch interessanter, denn man muss sich in der Kaliberwahl nicht mit einem Kompromiss bescheiden. Dieser heißt unter Abwägen aller Faktoren eindeutig .30-06. Nicht nur, dass die US-Patrone der einst in Deutschland sehr beliebten 7×64 den Rang abgelaufen hat. Sie ist weltweit am verbreitetsten und daher überall zu kriegen, ihr Leistungspotential reicht für alles europäische und nahezu alles amerikanische Wild, und selbst Afrikas Großantilopen werden von den Jagdführern vorzugsweise damit erlegt. Außerdem kann hinsichtlich der Laborierungsvielfalt keine Patrone der Amerikanerin Paroli bieten:
Vom 7,1 g-Flitzer (V0 = 1 025 m/s) bis zum 14,3 g-Brummer sind viele Geschossvarianten
möglich. Ein Wechsel der Läufe schließt auch einen Kalibertausch ein und damit die Möglichkeit, sich patronenmäßig optimal auf das jeweilige Wild einzustellen. So gesehen,
ist es keine Utopie, mit einer Basiswaffe vom Fuchs bis zum Elefanten alles auf dem Globus vorkommende Wild waidgerecht zu bejagen. Wenn jedoch zu jedem Wechsellauf eine neue Montage und ein Zielfernrohr fällig werden, dann machen die hohen Investitionen den Vorteil aus finanzieller Sicht fraglich. Neuheiten-Freaks können demnach ihre Basiswaffe mit vertretbarem finanziellen Aufwand kalibermäßig aktualisieren und bringen ihre ausgemusterten Läufe in der Regel noch an den Mann.

Zu einer vielseitig verwendbaren Büchse
gehört natürlich ein entsprechendes Zielfernrohr. Derzeit liegen hier eindeutig variable Versionen mit 50er oder 56er  Objektivdurchmesser und beleuchtetem Absehen in der Käufergunst vorne. Ein zusätzliches
spezielles Drückjagdzielfernrohr wertet die Büchse erheblich auf und rangiert aus der Sicht des Einsatzbereiches noch deutlich vor Reflexvisieren und erst recht vor Drückjagdschienen. Letztere wiederum sind den Standardvisierungen vorzuziehen.
Bringen wir die Kriterien für eine „ideale“ Repetierbüchse auf einen Nenner, dann
müsste sie einen Kurzverschluss sowie eine Handspannung besitzen, über ein Einsteckmagazin sowie einen Kombiabzug verfügen und zudem die preiswerte Wechsellaufoption sowie den lehrenhaltigen Austausch aller Funktionselemente bieten.
Noch befindet sich eine solche nicht auf dem Markt, aber es gibt einige, die mehrere dieser Merkmale aufweisen. Ob die Wahl dann wirklich zur Qual ausartet, bleibt eine Angelegenheit von Geldbeutel und persönlichem Geschmack. Selbstladebüchsen sind, auch wenn es viele nicht gerne hören, bei Drückjagden unschlagbar. Daran ändert auch die Tatsache nichts, dass in Deutschland der Gesetzgeber die Magazinkapazität auf zwei Patronen beschränkt hat. Und warum? Sie schießen recht genau, zeichnen sich durch
geringen Rückstoß aus, und man bleibt mit ihnen von der ersten bis zur letzten Schussabgabe immer verzögerungsfrei auf dem Ziel. Das wiederum gestattet eine schnellere und präzisere Schussfolge. Schleppende Abzüge mit teilweise sehr hohen Abdrücken stehen jedoch einem universellen Jagdeinsatz im Wege, so dass diesem Büchsentyp eher die Rolle einer Zweit- oder Drittwaffe zukommt.

Verzieht sich nicht und hält alles aus: Der Kunststoffschaft ist für professionellen Einsatz optimal

Am jagdlichen Wert der Kipplaufbüchse scheiden sich die Geister. Pragmatiker verweisen darauf, dass bei der Drückjagd sowie der Jagd auf wehrhaftes Wild der eine Schuss zu wenig ist, andere meistern den jagdlichen Alltag damit virtuos und können durchaus mit Mehrfacherfolgen in bestimmten Situationen aufwarten. Dass Kipplaufbüchsen leichter, führiger, kürzer und eleganter als ihre Geschwister sind, streitet niemand ab, und das macht sie auch so attraktiv. Ihre Zerlegbarkeit kürt sie zudem zum beliebten Begleiter von Bergjägern, ihre zierlichen Abmessungen stehen einer ebensolchen Dame gut zu Gesicht
oder verleihen dem Nimrod den Status eines Herrenjägers. Leider wird zu wenig bedacht, dass geringes Waffengewicht am besten mit kleinen Kalibern harmoniert und dass sich
Kipplaufbüchsen nur zahm benehmen, wenn nicht zuviel Pulver und Blei mit von der Partie sind. Die 6,5×57 und ( R ) mit dem 6-g-TMS beispielsweise ist eine wunderbare Patrone für Rehwild, Gams, Frischlinge und Kahlwild und für Kipplaufbüchsen prädestiniert. Auch mit der 7×57 R im Patronenlager lässt sich ein „Kipper“ noch bestens handhaben. Volumigere Hülsen dagegen fordern den Schrei nach Kickstopp und Magmaport geradezu heraus, haben schon manchen Schützen zum Mucker und Reißer gemacht und damit jagdlich
verdorben. Und warum, so fragen sich manche mit Recht, kauft sich jemand eine leichte Büchse, wenn er sie nachträglich doch mit allerlei Kunstgriffen schwerer machen muss? Die Entscheidung für eine Kipplaufbüchse trifft in den wenigsten Fällen die Vernunft, sondern fast immer das heiße Herz. Da spielen auch die höheren Anschaffungskosten keine Rolle. Verliebten aber etwas einreden zu wollen, ist ein sinnloses Unterfangen, und Hoffart muss bekanntlich Zwang leiden.

Was der Kipplaufbüchse recht ist, ist selbstverständlich auch der Blockbüchse billig. Ihre Würze liegt ebenfalls in Eleganz und Kürze. Dass sie nicht für den zerlegten Transport konstruiert ist, bringt sie gegenüber der Kipplaufbüchse ins  Hintertreffen, dafür lässt sie sich in der Schießposition nachladen. Das erlaubt eine schnellere Schussfolge, weil man im Ziel bleibt, ist ein großer Vorteil bei kleinen  Kanzelfenstern und ein erheblicher bei Jagden im tiefen Schnee. Nicht wenige Kipplaufbüchsen wurden nämlich schon beim Laden durch Eintauchen des abgekippten Laufbündels in das pulvrige Weiß (Gamsjagd!) für den Jagdtag unbrauchbar gemacht. Das auf die leichte Schulter zu nehmen oder gar zu negieren, kann fatal sein, denn  Laufsprengungen sind bekanntlich kein Kavaliersdelikt. Fest steht ferner, dass sich eine Blockbüchse aufgrund ihres höheren Waffengewichtes weicher als eine mit Kipplauf schießt. Daher verdaut sie auch dickere Pillen, ohne gleich ihr Mütchen an der Schulter des Schützen auszutoben. Letztlich gilt jedoch für die Blockbüchse das Gleiche wie für ihre Vorgängerin: Um sie zu wollen, muss man einen Narren an ihr gefressen haben. Bei nüchternem Abwägen und unter dem Diktat des Mammons spricht eigentlich wenig gegen den Erwerb einer Repetierbüchse als Erstwaffe, und wer tatsächlich jeden Euro umdrehen
muss, und auf dem Gebrauchtwaffenmarkt nicht fündig wird, der hat sich mit einem preiswerten Jagdrepetierer à la Mauser 98 im Kaliber .30-06 wahrlich nicht verkauft.

Bei der Jagd auf wehrhaftes Wild sind Repetierbüchsen im Hochwildkaliber allererste Wahl