Die Jagd wird weiblicher
PM DJV
Jagen ist keine Männerdomäne mehr: Jeder vierte Teilnehmer in Jägerkursen ist eine Frau. Seit 2011 ist die Zahl aller Absolventen um 46 Prozent gestiegen.

Immer mehr Frauen lassen sich zu Jägerinnen ausbilden. In den Jagdschulen liegt der weibliche Anteil mittlerweile bei24 Prozent. Das ist ein Fünftel mehr als noch vor sieben Jahren. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen Umfrage, die der Deutsche Jagdverbandes beim unabhängigen IfA-Marktforschungsinstitut Bremer und Partner (IfA) in Auftrag gegeben hat. Mehr als ein Fünftel (21 Prozent)aller Befragten hatte vor der Ausbildung keine Erfahrung mit der Jagd und fast ein Viertel (23 Prozent) des Jägernachwuchses lebt in derStadt. Diese Ergebnisse veröffentlicht der Dachverband der Jäger heute anlässlich der “Jagd und Hund”, Europas größter Jagdmesse. Die angehenden Waidfrauen und -männer kommen aus der Mitte derGesellschaft: 17 Prozent arbeiten beispielsweise inDienstleistungsberufen, 11 Prozent sind Handwerker, 14 ProzentSchüler und Studenten. Etwas mehr als die Hälfte der befragtenMänner und Frauen sind laut Umfrage ledig. Die typische Jungjägerin ist 35 Jahre alt, im Schnitt ein Jahr jünger als ihr männlicher Kollege. Der jüngste Teilnehmer war eine 15-jährige Schülerin, der älteste ein73-jähriger Rentner. Für die Ausbildung zum Jäger haben die meisten Befragten nicht mehr als für einen Fahrschulkurs gezahlt: im Schnittknapp 1.900 Euro.Von Dezember 2016 bis September 2017 befragte der DJV inZusammenarbeit mit dem IfA-Institut 2.350 Teilnehmer in denVorbereitungskursen zur Jägerprüfung. Bei knapp 17.000 Prüfungsanmeldungen sind das für 2017 etwa 14 Prozent allerKursteilnehmer. Insgesamt haben im vergangenen Kalenderjahr 13.944 Jagdschüler die Prüfung erfolgreich abgelegt. Das sind rund 46 Prozentmehr Absolventen als 2011, dem Jahr der ersten Jungjägerbefragung. Die Durchfallquote lag 2017 im Bundesschnitt bei 18 Prozent. Am meisten Prüflinge haben in Niedersachsen die Schulbank gedrückt:genau 4.087. Es folgen auf den Plätzen Baden-Württemberg (2.690),Bayern (2.326), Mecklenburg-Vorpommern (2.325) und Nordrhein-Westfalen (1.679).



