Wildsalben – Heilen mit Wildfett

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Barbara Hoflacher stellt heilende Wildsalben aus Wildfett her und gibt ihr Wissen in Seminaren weiter. Markus Deutsch von der WILD UND HUND schaute der Tirolerin dabei über die Schulter. Nicht nur für die Gesundheit, auch für das leibliche Wohl hat Barbara Hoflacher Rezepte parat.

Im Gegensatz zu Hausschweinfett besticht Wildschweinschmalz durch seinen hohen Gehalt an wertvollen ungesättigten Fettsäuren und seinen wesentlich geringeren Anteil an Cholesterin. Aus ernährungsphysiologischer Sicht ist es ein ausgesprochen vielseitiges, gesundes und schmackhaftes Fett, das sich auch hervorragend zum Frittieren und Braten eignet, da es neben den ungesättigten Fettsäuren auch über ausreichend gesättigte Fettsäuren verfügt, die es sehr hitzebeständig machen. Geschmacklich überzeugt Wildschweinschmalz durch sein nussiges, trüffeliges Aroma.

Rezept für Wildschwein-Griebenschmalz

Zutaten:

500 g ausgelassenes Wildschweinschmalz

300 g Bauchspeck (am besten vom Wildschwein)

3 Zwiebeln

2 Äpfel, säuerlich

1 TL Salz

1 -2 TL schwarzer Pfeffer aus der Mühle

3 TL Majoran

Zubereitung:

Speck, Zwiebeln und Äpfel fein würfeln. Alles glasig dünsten. Das Wildschweinschmalz zugeben und gut untermischen. Mit Salz, Pfeffer und Majoran würzen. Alles gut vermengen. Wenn die Masse erkaltet ist,diese in Gläser oder Steinguttöpfchen füllen. Zum wilden Griebenschmalz passt am besten ein herzhaftes Schwarzbrot.

Wildsalben Griebenschmalz

Rezept: Hustenbalsam Lärchendachs
Ein stark schleimlösender und zugleich schmerzstillender Hustenbalsam für die ganze Familie.
100 ml Dachsschmalz
1 Esslöffel Lärchenharz
15 g Lanolin anhydrid
15 g Bio-Bienenwachs ungebleicht
4 Tr. ätherisches Alantwurzelöl bio
10 Tr. ätherisches Myrtenöl grün bio
8 Tr. ätherisches Ravintsaraöl bio
Für Kinder die Dosierung der ätherischen Öle auf die Hälfte reduzieren.

Zubereitung:

Dachsschmalz, Lärchenharz, Lanolin anhydrid und Bienenwachs gemeinsam im Wasserbad schmelzen. Wenn die Masse handwarm ist, die ätherischen Öle dazugeben und die Salbe kalt rühren. In saubere Salbentöpfchen abfüllen und erst nach völligem Erkalten verschließen. Kühl und dunkel lagern.

 

Einen Teil Ihres Heilwissens sowie weitere köstliche Rezepte hat Barbara Hoflacher in der 64-seitigen Broschüre „Tierisch starke Medizin“ zusammengetragen.

Mehr Wildrezepte finden Sie auf
www.wildundhund.de/rezepte

sowie in Ausgabe 4/16 in der WILD UND HUND