Jagdscheinausbildung – Warum jagen wir eigentlich ? Diese Frage haben wir an Redakteure unserer Jagdzeischriften und erfahrene Jäger und Jungjäger gestellt, die Ö-Töne findet Ihr hier.

Jagdscheinausbildung DJZ

Aller guten Dinge sind drei:

1. Alle meine Vorfahren waren Jäger. Mit Bewährtem soll man nicht brechen.

2. Leben ist Jagd, und Jagd ist Leben.

3. Tausche ich den PC mit der Flinte, den Kuli mit dem Zielfernrohr, gelten für mich nur noch glühende Leidenschaft und jauchzendes Glück, die nicht mehr fragen nach einem Warum, Weshalb oder Wieso.

Rolf Roosen Chefredakteur DJZ/JWW

Peter Diekmann Stellvertretender Chefredakteur JAGEN WELTWEIT, Redakteur DJZ

 

Ich bin unendlich froh, den archaischen Jagdtrieb in mir zu tragen. Keineswegs überpassioniert, verbringe ich auch gerne einmal den Abend daheim oder unterwegs. Doch bin ich immer wieder froh, wenn mein Jagdtrieb mich in Wald und Feld treibt, um Jagd, Wild und Natur zu erleben. Das “Beute machen” ist dann kein Muss, aber der Höhepunkt dieser mit Sicherheit schönsten Passion. Und eigens erlegtes Wild: Was kann es schöneres sowie schmackhafteres geben? Allein das treibt mich in den Busch.

Der Jagdtrieb, die Passion, das Erleben, die Spannung, das Beute machen, der Genuss – all das macht Jagd für mich aus!

Während meine Mutter das Haus auf Hochglanz brachte und das Mittagessen vorbereitete, packte mich mein Vater an jedem Wochenende auf den Kindersitz seines Fahrrads und fuhr mit mir in den Wald.

Dort gab es nicht nur Schwarz-, Reh- und Damwild zu bestaunen, auch das weitschallende “Tok-Tok” des Spechtes fesselte mich. Das ist nun 45 Jahre her. Die frühe Prägung auf Wald, Wild und seine Zusammenhänge hält ein Leben lang. Und will man sie ausleben, ist das Jagen in freier Natur nur logische Konsequenz. Die heimliche Pirsch, der ausdauernde Ansitz, das Ansprechen sowie Erlegen des Wildes und das anschließende Zurechtmachen und Genießen ist mir ein tiefes inneres Bedürfnis geworden. Heute beobachte ich meinen kleinen Sohn, wie er mit großen Augen dem „Tok-Tok“ lauscht.

Hans Jörg Nagel Chef vom Dienst DJZ

Markus Lück Redakteur DJZ

Jagd, das ist ein absolutes Muss für mich. Von Kindesbeinen an den Vater erst beim Angeln und danach auf der Jagd begleitet, war der Weg vorbestimmt. Auch ich wollte den Jagdschein machen – selbstverständlich so früh es ging. Also mit 15 den Jagdscheinkurs begonnen und seitdem bin ich Jäger. Für mich gibt es nichts spannenderes als dem Wild nachzustellen. Beutemachen ist zwar der krönende Abschluss, aber keineswegs ein Muss. Bei keiner anderen Freizeitbeschäftigung ist man so intensiv auf die eigenen Sinne angewiesen.

Spannung, Emotionen, Action, all das und vieles mehr macht Jagd für mich aus. Es führt kein weg daran vorbei!

Weil ich Spaß dran habe. Die Frage, ob ich jagen soll, hat sich für mich nie gestellt. In einem Jägerhaushalt aufgewachsen, begeistert mich die Jagd, mit allem was dazu gehört, bereits von Kindesbeinen an. Das „Grüne Abitur“ zu machen war für mich eine Selbstverständlichkeit. Auch wenn das inzwischen 20 Jahre zurückliegt, an meiner Passion hat sich nichts geändert.

Falk Haacker Online Redaktion DJZ

Jagdscheinausbildung WILD UND HUND

Heiko Hornung Chefredakteur WUH

Diese Frage ist für mich keine. Meine Antwort kann nur lauten: Weil es mir im Blut liegt. Zunächst waren es vielleicht nur die Trophäen im Wohnzimmer meines Großvaters, die mein kindliches Interesse weckten, dann das Erlebnis meiner ersten Treibjagd. Spätestens seit damals wusste ich, dass Jäger-sein mein Da-sein ist. Diese Leidenschaft ist wie die Liebe ein Teil meiner Person. Alles, was damit zu tun hat, sei es ein Ansitz, eine besondere Beute, mein Hund oder das Zusammensein mit Freunden, erfüllen mich mit Freude, Wohlbefinden, Glück und Freiheit.

Schon als Kind hat mich das Wild der heimatlichen Feldmark fasziniert: äsende Rehe auf den Knicks (Wallhecken), gockende Fasane im Reet, in den uralten Hünengräbern brütende Brandgänse. Deshalb bin ich, sobald das erlaubt war, als Treiber mitgegangen. Wenn dann beim Überspringen der Marschgräben mit dem Klootstock ein Hase hoch wurde oder Reineke sein Heil in der Flucht suchte und dabei jede Deckung ausnutzte, war der Beutetrieb geweckt. Den müssen wir kriegen! Nur nichts durch die Wehr lassen!

Der Jagdschein ermöglichte das aktive Beutemachen und – ein Riesenvorteil zum Treiberdasein – die Versorgung mit frischem Wildbret. Beide Aspekte ziehen mich noch heute raus ins Revier: Erfolgreich jagen und anschließend gesund sowie unglaublich lecker genießen – was will man mehr?!

Markus Deutsch Redakteur WUH

Peter Schmidt Redakteur WUH

Die Jagdleidenschaft und einen nahezu unstillbaren Zug zur Natur habe ich von meinem Vater. Mit vier Jahren ging ich mit ihm Angeln, Pilze sammeln, als Zuschauer zu Forstarbeiten und das erste Mal zur Jagd. Ich werde den Moment nie vergessen, als er mir zuflüsterte, ich solle meine Ohren ganz fest zuhalten. Dann erlegte er einen Überläufer aus einer gemischten Rotte. Seitdem wollte ich nur zwei Dinge: Jäger und Förster werden. Was mich letztendlich zum Arbeiten, Jagen und Genießen raus in den Wald zieht, kann ich schwer beschreiben. Dieser Drang, diese Zufriedenheit liegt jenseits von dem, was Worte beschreiben können.

Von Kindesbeinen an verschlang ich jegliche Jagdliteratur im Elternhaus und versuchte mich begeistert in der Fischwaid. Später machte ich das grüne Abitur. Während des Forststudiums standen mir dann alle Türen offen. Es galt Reviere zu betreuen und die Wochenenden auf einfachen Schwarzwälder Jagdhütten zu verbringen. Hier konnte ich meine jagdlichen Träume leben, und den Alltag hinter mir lassen. Die Zufriedenheit, die man nach erfolgreicher Pirsch empfindet, ist schwer in Worte zu fassen.

Doch Jagd ist für mich mehr als reine Passion und Beute machen. Das Waidwerk ist ein nicht mehr wegzudenkender Teil von mir und meinem Leben geworden.

Tobias Thimm Redakteur WUH

Bernd Helbach Redakteur WUH

Als ich mit vier Jahren meinem Vater geholfen habe, das Haupt vom Träger seines Lebensbockes abzuschärfen, stand für ihn fest: Der wird mal Jäger. Meine Passion war geweckt und ich begleitete ihn immer wieder beim Ansitz, sammelte meine ersten Jagderlebnisse. Heute ist für mich das Jagen eine Entschleunigung des teils hektischen Alltags. Eine Zeit, Kraft zu schöpfen und Ausgleich zu finden. Letztendlich aber auch Beute zu machen und selbst erlegtes Wildbret zu genießen.

Jagen und Angeln sind für mich mehr als nur Hobbies. Beides ist Berufung, Leidenschaft und Passion zugleich. Selbst erlegtes Wildbret zu genießen, ist purer Luxus. Aufgewachsen in einer Jägerfamilie, war es für mich selbstverständlich, mit 16 Jahren den Jagdschein zu machen. Die Frage eines Prüfers, warum wir die Jägerprüfung ablegen möchten, wollte ich nicht, wie die meisten anderen mit „Wildbestandsregulierung“ oder „Aktivem Naturschutz“ beantworten. Mir blieb nur eine Antwort: „Weil ich jagen will!“

Thore Wolf

Die Jagdscheinausbildung

Jäger wird man nicht über Nacht. Im Gegensatz zu anderen Ländern ist in Deutschland eine erfolgreiche Jägerprüfung zwingende Voraussetzung überhaupt einen Jagdschein lösen zu dürfen. Der Jagdschein kann also nicht einfach gekauft werden, ohne über die nötige Sachkunde nachzuweisen. Nur bestens ausgebildete Personen, deren erlerntes Wissen geprüft wurde, können ihn beantragen, jagen, Waffen legal erwerben sowie bei der Jagdausübung führen – viele Gründe warum in Deutschland auf die Jagdscheinausbildung besonderer Wert gelegt wird. Nicht nur das Gesetz sondern auch die Waidgerechtigkeit gebieten, dass jeder Jäger sein Handwerk sicher beherrscht. Die Jagd ist heute deutlich mehr als eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung und untrennbar mit der Pflicht zur Hege verbunden d. h. die Aufgaben der Jägerschaft gehen weit über das Schießen von Wild hinaus. Jäger sind heute ist in erster Linie aktive Naturschützer. Sie unterstützen die Artenvielfalt, helfen bei der Bekämpfung von Seuchen, verhindern Wildschäden in der Kulturlandschaft, helfen Wildunfälle zu vermeiden bzw. Unfallschwerpunkte zu ermitteln und sorgen für frisches Wildbret. Auch die Öffentlichkeitsarbeit wird immer wichtiger. Die vielfältigen Funktionen und Aufgaben des Jägers spiegeln sich in der Jagdscheinausbildung und den geforderten Lehrinhalten wieder.

Die theoretischen und praktischen Grundlagen der Jagdscheinausbildung sind äußerst umfangreich. Hinzu kommt die klassische Waidmannssprache, die für Nichtjäger gänzlich neu ist. Nur eine solide Jagdscheinausbildung ermöglicht es die anspruchsvolle Jägerprüfung, die eine staatliche Sachkundeprüfung darstellt, erfolgreich zu meistern. Jeder angehende Waidmann sollte daher besonderes Augenmerk bereits auf eine Jagdscheinausbildung d. h. den Weg zum Jagdschein legen. Eine gute Jagdscheinausbildung erhöht die Chancen enorm die Jägerprüfung sicher zu bestehen und schließlich den ersehnten Jagdschein in den Händen zu halten. Ein Jäger lernt sein ganzes Leben lang, wofür eine erstklassige Jagdscheinausbildung die elementare Basis darstellt und gerade zu Beginn hilft Unsicherheiten zu vermeiden.

Die Jagdscheinausbildung ist in den Bundesländern allerdings nicht einheitlich geregelt. In einigen Bundesländern sind beispielsweise eine praktische Ausbildungszeit und/oder Vorbereitungslehrgänge vorgeschrieben, die nur bei einem amtlich bestätigten Lehrherren (Mentor) in geeigneten Revieren absolviert werden kann. Es gibt aber auch Bundesländer, in denen sich der Prüfungskandidat zur Prüfung anmelden darf, ohne zuvor einen Ausbildungslehrgang oder eine Jagdschule o. ä. besucht zu haben. Informationen zu den Regelungen im jeweiligen Bundesland bzw. den unterschiedlichen Ausbildungsrahmenplänen sowie Anforderungen an die Jagdscheinausbildung sowie die Prüfungsabschnitte z. B. bei der Schießprüfung findest Du hier. Auch wenn die Jägerprüfung wiederholt werden muss oder vielleicht sogar ein Täuschungsversuch getätigt wurde, sind die geltenden länderspezifischen Prüfungsordnungen zu beachten.

Der Berufsalltag lässt es heute oft nicht zu, dass Arbeitnehmer in ihrer knappen Freizeit zusätzlich noch eine zeitintensive Jagdscheinausbildung absolvieren. Gerade das regelmäßige Besuchen von Präsenzunterricht ist vielen Menschen heute einfach nicht mehr möglich oder einfach zu aufwendig. Der Traum vom Jagdschein wird daher leider von vielen Jagdinteressierten schnell wieder an den Nagel gehängt. Die aktuellen Pandemiezeiten machen die Jagdscheinausbildung bei z. B. Kreisgruppen auch nicht einfacher.

Jungjäger.de bietet Dir jetzt die Möglichkeit sich online mit Hilfe einer digitalen Jagdschule optimal auf die Jägerprüfung vorzubereiten und sich die Menge an theoretischem Wissen sicher anzueignen. Unser traditionsreiche Verlag, unter dessen Dach renommierte Jagdzeitschriften wie WILD UND HUND oder Deutsche Jagdzeitung erscheinen  bietet für die Jagdscheinausbildung die denkbar besten Voraussetzungen. Mit  Hilfe des E-Learning Jagdscheinkurs kann der lernintensivste Teil der Jagdscheinausbildung so bequem sogar von zuhause aus gemeistert werden. Das bedeutet, dass der Lernende räumlich völlig unabhängig ist und sich überall auf der Welt mit der digitalen Jagdschule auf das Grüne Abitur vorbereiten kann. Du benötigen lediglich einen Internetzugang sowie einen Computer bzw. ein Tablet oder Smartphone. Moderne digitale Jagdschulen bieten viele weitere Vorteile im Vergleich zum reinen Präsenzunterricht. Sie eignen sich dabei für jeden Lerntyp. Manche Lernende nehmen Informationen alleine dadurch auf, dass sie etwas lesen, andere schreiben lieber oder hören bzw. sehen sich die Lerneinheiten in Kombination mit Videos an. Für viele Menschen, die sich in der Jagdscheinausbildung befinden, ist die Schul- oder Studienzeit auch schon ein paar Jahre her d. h. nur gelesene Informationen werden oft nicht mehr direkt verarbeitet. Die digitale Jagdschule ermöglicht zudem schwierige Sachverhalte der Jagdscheinausbildung sooft zu wiederholen bis sie sitzen und bereitet sie multimedial auf. Druck und Stress während der Jagdscheinausbildung werden durch effektives Lernen deutlich gemindert. Die Lerninhalte können in ihrem individuellen Tempo verinnerlicht werden.

Erfülle Dir jetzt den Traum vom Jagdschein und werden Jäger! Lerne von zuhause, im Büro oder unterwegs – der E-Learning Jagdscheinkurs macht es möglich sich bestens und vor allem entspannt auf die Jägerprüfung vorzubereiten. Die Jagdscheinausbildung wird Teil Deines Alltags werden, ohne dass Du Dich an feste Zeiten halten musst. Du wirst Dich auf die strukturiert aufgebauten Lehreinheiten freuen und schließlich gut vorbereitet in die Jägerprüfung gehen. Die Motivation geht während der Jagdscheinausbildung nicht verloren. Du musst nicht mehr wie Generationen an Jägern vor Dir stur aus dicken Bücher während der Jagdscheinausbildung lernen.

 

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