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Jagdschloss zu Springe – Teilnehmerbewertung

  • Kategorie Aktuelles, Top-Artikel
  • Datum 19. Januar 2017
  • Kommentare 0 comment

Jagdschloss zu Springe – Teilnehmerbewertung

Kompaktkurs vom 1. bis 21. September 2016 im Jägerlehrhof im Jagdschloss zu Springe

Gruppenbild Jagdprüfung Lehrgangschein
Foto: UG

Waidmannsdank an die Betreuer des Kompaktkurses vom 1. bis 21. September 2016 im Jägerlehrhof im Jagdschloss zu Springe.

Wir waren 17 Teilnehmer/Innen im Vorbereitungskurs des Jägerlehrhofs im Alter von 16 bis 64 Jahren. Wir halfen uns auch abends gegenseitig, zumal sich die Mehrheit für die Internatsunterbringung in einfachen und sauberen Räumen entschieden hatte.

Saufeder – Symbol für den Jägerlehrhof Springe
Foto: UG

Das Schloss vermittelt von außen den Eindruck von Ferien auf dem Ponyhof. Aber von morgens 8 Uhr bis mindestens 18 Uhr fand Unterricht statt und das bei einer 7 Tagewoche. Für eine zielgerichtete Vorbereitung auf die Jagdscheinprüfung in nur drei Wochen war das auch nötig. Weil es den Lehrkräften um unser Bestehen ging, wurden auch Lerndefizite klar angesprochen und erhöhter Fleiß eingefordert. Das Lehrpersonal des Jägerlehrhofs nimmt nur ein Blatt vor den Mund, wenn es zur Blattjagd geht. Unser gutes Ergebnis gab Ihnen Recht.

Im Untergeschoß gibt es ein Jagdmuseum mit interessanten Objekten. Aber allein der Lehrsaal im Obergeschoß war mit schönen Präparaten übersät und gab einen atmosphärischen Rahmen und Beweis für die Freude an den Wildtieren. Allein 50 Vögel, Enten und Gänse, die von fast genauso vielen ausgestopften Räubern beäugt wurden, blickten auf unser Treiben und wir bei den ersten Abfragen ängstlich zurück. Die Geweihe zu unterscheiden ist sicherlich einfacher, als nur ein Unterkiefer oder eine Decke zur Art- und Altersbestimmung zur Auswahl zu haben. Es bewies sich die ganzen 3 Wochen immer wieder die alte Weisheit: ‘Man sieht nur das, was man weiß!’ Erst nachdem wir die Tiere anhand der Merkmale unterscheiden konnten, wurden sie zu alten Bekannten, die wir dann bei der Prüfung im Hamelner Stadtwald leicht wiedererkannten.

Obwohl jeder auch schon früher mal einen Bock geschossen hatte, war es anfänglich auf dem Schießstand gar nicht so einfach, die abfliegenden Täubchen zu treffen und den laufenden Keiler mit einem Blattschuss nieder zu strecken. Viele hatten danach selbst blaue nicht amtliche Beschusszeichen an ihrer Schulter.

Lehrgangsraum
Foto:UG

Abends wurden dann die Prüfungsfragen entweder in fleißigen Gruppen oder mithilfe einer App – dann allein in aktuell klassischer ‘head down’ Körperhaltung – gelernt. 21 Tage sind der Fernseher im Gemeinschaftsraum und die Doko-Karten kalt geblieben, obwohl diese nette Gruppe die Freizeit sicherlich auch anders hätte miteinander verbringen können.

Eine besonders lobende Erwähnung verdient das Personal: Vom Jägerlehrling über  Jäger und Förster bis zum Leiter erhielten wir immer kompetente fachliche, vom Sekretariat organisatorische und von der Küche kulinarische Unterstützung. Dafür bedanken wir uns herzlich!

Der Küche verleihen wir gerne – unter Berücksichtigung des Preis-Leistungsverhältnisses – einen Stern mit Grandeln daran. Nach Beendigung der Jagdsaison erscheint ein stolzer Hase mit noch immer aus Rammelwolle gewundenem Schal in der Schlossküche in Springe. Mit hämischem Grinsen geht er zur Küchenchefin und sagt: “Ein Jägerschnitzel bitte!”

Darauf die Küchenchefin: „Meister Lampe, Sie können die ganze Sippschaft einladen. Der Jägerlehrhof Springe hat frisch geliefert.”

 

Waidmannsheil

Ulrich Gehrmann

sogar in den Pausen wurde im Park gelernt
Foto: UG

404

Tag:Jagdschloss zu Springe, Teilnehmerbewertung

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