Nachfolgend haben wir allgemeine Informationen, sowie die Prüfungsfragen für die schriftliche Jägerprüfung Bayern für euch zusammengestellt.

Jägerprüfung Bayern

Die Jägerprüfung Bayern findet viermal jährlich statt und wird durch das Ministerium durchgeführt.
Der zentrale Ansprechpartner ist das:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Landshut
Zentrale Jäger- und Falknerprüfungsbehörde

Schwimmschulstr. 23
84034 Landshut
Tel.: 0871-96228-16
Fax: 0871-96228-22
E-Mail: jaegerpruefung@aelf-la.bayern.de
Internet: www.aelf-la.bayern.de

Auszug aus der Jägerprüfungsordnung

Sachgebiete
Die Prüfung umfasst im schriftlichen und mündlichen Teil folgende Sachgebiete:

  1. Jagdwaffen, Jagd- und Fanggeräte:
    – Lang- und Kurzwaffen, Munition, Ballistik, Optik
    – Handhabung, Pflege und Aufbewahrung von Lang- und Kurzwaffen, Umgang mit Munition
    – Jagd- und Fanggeräte
    – jagdbezogene Vorschriften des Waffenrechts und der Unfallverhütung sowie über Notwehr und Notstand
  1. Biologie der Wildarten:
    – Erkennungsmerkmale und Anatomie
    – Lebensweise, Verhalten, Fortpflanzung
    – Lebensräume
  1. Rechtliche Vorschriften:
    – Jagdrecht
    – Tier-, Natur- und Artenschutzrecht sowie Landschaftspflegerecht
    – Vorschriften über die Hygiene bei der Gewinnung und im Umgang mit Fleisch sowie bei der Abgabe von Fleisch von freilebendem Wild und zur Ausbildung der Jäger in Gesundheits- und Hygienefragen sowie zu Fragen der Umweltverschmutzung
  1. Wildhege, Jagdbetrieb und jagdliche Praxis:
    – Reviergestaltung, Maßnahmen zur Verbesserung des Wildlebensraums insbesondere in der Feldflur
    – Richtlinien für die Hege und Bejagung des Schalenwildes
    – Hegemaßnahmen einschließlich Fütterung
    – Jagdarten, Ansprechen des Wildes, Jagdausübungsregeln
    – Behandlung und Versorgung des erlegten Wildes, Wildbrethygiene
    – Wildseuchen und Wildkrankheiten und ihre Bekämpfung
    – Abnorme Verhaltensweisen und pathologische Veränderung beim Wild infolge Krankheit, Umweltverschmutzung oder sonstiger Faktoren, die die menschliche Gesundheit bei Verzehr von Wildbret schädigen können
  1. Jagdhundewesen:
    – Haltung, Erziehung und Führung von Jagdhunden
    – Jagdhunderassen und ihre Eigenschaften
    – Brauchbarkeitsprüfung
    – Aspekte des Tierschutzes bei der Jagdausübung und dem Hundeeinsatz
  1. Naturschutz, Landbau, Forstwesen, Wild- und Jagdschadensverhütung:
    – Natur- und Artenschutz, insbesondere besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten
    – Landbau
    – Forstwesen, insbesondere Waldbau
    – Wild- und Jagdschadensverhütung.

Schriftlicher Teil der Prüfung

1. Der schriftliche Teil der Prüfung wird im Antwort-Wahl-Verfahren (Multiple-Choice-Verfahren) anhand eines Fragebogens mit separatem Antwortblatt durchgeführt.

2. Die Bewerber haben insgesamt 100 Fragen (16 Fragen je Sachgebiet nach 10 Nrn. 1 bis 5 und 20 Fragen aus dem Sachgebiet nach § 10 Nr. 6) durch Ankreuzen auf dem Antwortblatt zu beantworten.

3. Die Fragen werden von der Prüfungsbehörde aus dem von der obersten Jagdbehörde veröffentlichten Fragenkatalog mit Musterlösung ausgewählt.

4. Die Arbeitszeit beträgt 100 Minuten.

Bewerber, die mehr als ein Viertel der Fragen nicht, nicht richtig oder nicht vollständig beantwortet haben, haben den schriftlichen Teil der Prüfung nicht bestanden.

Mündlicher Teil der Prüfung

1. Im mündlichen Teil der Prüfung dürfen nicht mehr als drei Bewerber gemeinsam geprüft werden.

2. Die Prüfungsdauer beträgt je Sachgebiet und Bewerber mindestens zehn Minuten und soll fünfzehn Minuten nicht überschreiten. Die Leistungen der Bewerber sind in jedem einzelnen Sachgebiet wie folgt zu bewerten:
ausreichend = eine Leistung, die mindestens durchschnittlichen Anforderungen entspricht oder besser ist,
mangelhaft = eine an erheblichen Mängeln leidende, im Ganzen nicht mehr brauchbare Leistung,
ungenügend = eine völlig unbrauchbare Leistung.

1. Bewerber, deren Leistungen in einem oder mehr Sachgebieten mit „ungenügend“ oder in zwei oder mehr Sachgebieten mit „mangelhaft“ bewertet wurden, haben den mündlichen Teil der Prüfung nicht bestanden.

2. In Zweifelsfällen soll der Vorsitzende des Prüfungsausschusses den Bewerbern erneut Gelegenheit geben, ihre Kenntnisse in den jeweiligen Sachgebieten vor dem Prüfungsausschuss unter Beweis zu stellen.

 

Praktischer Teil der Prüfung

Der praktische Teil der Prüfung besteht aus den Disziplinen Handhabung der Waffen sowie Büchsenschießen.

1. Die Bewerber haben ausreichende Leistungen in der Handhabung der gebräuchlichen Jagdwaffen (Lang- und Kurzwaffen) nachzuweisen.

2. Die Leistungen sind getrennt von den Anforderungen im Büchsenschießen zu prüfen und zu bewerten.

1. Beim Büchsenschießen sind vier Schüsse, davon zwei Schüsse sitzend aufgelegt und zwei Schüsse nach Wahl des Bewerbers stehend angestrichen oder stehend freihändig, auf die Rehbockscheibe (DJV-Scheibe Nr. 1) aus einer Entfernung von 100 m abzugeben.

2. Den Bewerbern ist ein Probeschuss gestattet.

3. Waffen und Munition werden den Bewerbern zur Verfügung gestellt.

Die Anforderungen im Büchsenschießen sind nicht erfüllt, wenn weniger als drei Treffer erzielt werden; als Treffer gelten der getroffene achte bis zehnte Ring; ein berührter Ring gilt als getroffen; in Zweifelsfällen entscheidet der Vorsitzende des Prüfungsausschusses.

1. Wurden die Anforderungen im Büchsenschießen nicht erfüllt, kann diese Disziplin im Verlauf der Gesamtdauer des praktischen Teils der Prüfung einmal wiederholt werden.

2. Den Zeitpunkt bestimmt die Prüfungsaufsicht.

Bewerber, die ausreichende Leistungen in der Handhabung von Waffen gemäß Abs. 1 nicht nachgewiesen oder die Anforderungen im Büchsenschießen gemäß Abs. 4 17 auch nach der Wiederholung nach Abs. 5 nicht erfüllt oder gegen Sicherheitsbestimmungen verstoßen haben, haben den praktischen Teil der Prüfung nicht bestanden.

Hallo! Auf Prüfungsfragen haben leider nur registrierte Mitglieder Zugriff. Noch kein Mitglied? Dann klicken Sie hier, um sich kostenlos zu registrieren!