Rebhuhn – Zählen für die Artenvielfalt

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Rebhuhn
Balzendes Rebhuhn

Rebhuhn – Zählen für die Artenvielfalt

DJV stellt Rebhuhn – Monitoring in Rheinland-Pfalz vor

Rebhuhn

Rufender Rebhahn

Quelle: DJV/Rolfes

(03. Mai 2016) Es ist taubengroß, unauffällig und fliegt nicht gern: unser heimisches Rebhuhn (Perdix perdix), das „Sorgenkind“ der Jäger in der Feldflur. Seit den 1980er Jahre ist der Bestand des Hühnervogels europaweit um 94 Prozent zurückgegangen. Vielerorts verzichten Jäger daher freiwillig auf die Jagd, schützen die Restbestände und zählen diese im Rahmen des WILD-Monitorings.

In Rheinland-Pfalz heben Landesjagdverband und Umweltministerium im Jahr 2016 das Monitoring auf eine neue Ebene: „Ziel ist es, die Rebhuhnbestände mit verlässlichen wissenschaftlichen Methoden in etwa 1.000 Revieren, also flächendeckend, zu erheben und zudem die Lebensgrundlage für das Rebhuhn zu sichern“, erklärt Christoph Hildebrandt, Wildmeister des LJV und akademischer Jagdwirt. Denn nur durch das Zählen lasse sich messen, ob die Bemühungen der Jäger, den Lebensraum zu verbessern und die Fressfeinde zu reduzieren, Früchte tragen. Eine solche Datengrundlage könne zudem die Forderung der Jäger nach angepassten Agrarumweltprogrammen noch stärker stützen. Den Start des Projektes hat der Deutsche Jagdverband (DJV) mit einem Filmteam begleitet.

So funktioniert das Monitoring

Zur Paarungszeit im Februar und März werden mit Klangattrappen – ein digitales Abspielgerät und ein Lautsprecher –  festgelegte Transekte abgeschritten. Nach jeweils fünfzig Metern wird der Ruf des Rebhahns abgespielt. Hört ein Rebhahn den vermeintlichen Rivalen, antwortet er. So kartiert der Jäger im Revier die Brutpaare. Der beste Zeitpunkt für dieses „Verhör“ ist eine halbe Stunde vor und nach Sonnenuntergang. Weitere Informationen zum Monitoring finden Jäger auf den Seiten des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz.

DJV-Film über das Rebhuhn Monitoring in RLP