Tierschutzarbeit von Jägern in Seehundstationen

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Seehundstationen

Tierschutzarbeit von Jägern in der Seehundstation

PM DJV 26.07.2016

Ein Selfie mit Seehund? Keine gute Idee, warnen Experten. Die Heuler brauchen vor allem Ruhe. Doch immer wieder stören Menschen die Jungtiere. Ein DJV-Video gibt Einblicke in die Tierschutzarbeit von Jägern an den Küsten und in die Seehundstationen.

Seehundstationen

In den Seehundstationen werden die verwaisten Heuler aufgepäppelt.

(Quelle: Börner/LJV)

Der Seehund-Nachwuchs hatte es dieses Frühjahr an niedersächsischer und schleswig-holsteinischer Küste nicht einfach: Schlechtes Wetter mit Gewittern und Störungen durch Menschen haben viele Jungtiere von den Müttern getrennt. 130 Heuler hat die Seehundstation Norden-Norddeich (Niedersachsen) in dieser Saison bisher aufgenommen und aufgepäppelt, in Friedrichskoog (Schleswig-Holstein) sind es sogar über 200. Die meisten von ihnen sind inzwischen bereit für ein Leben in Freiheit, sodass sie im August im Wattenmeer ausgewildert werden können. Mehr als 4.000 Heuler haben die beiden Stationen in über drei Jahrzehnten aufgezogen und wieder ausgewildert.

In einem Video zeigt der Deutsche Jagdverband (DJV), wie Wattenjagdaufseher (Niedersachsen) und Seehundjäger (Schleswig-Holstein) Tierschutz betreiben, was die Seehundstationen leisten und gibt Verhaltenstipps für Erholungssuchende. Der DJV appelliert an Urlauber, mindestens 300 Meter Abstand von den Ruheplätzen zu halten. Kommen Seehunde in Sicht, sollten Hunde unbedingt an die Leine. Ein Selfie mit Seehund oder gar der Versuch, die Tiere anzufassen, bedeuten großen Stress. Ende Juli sind junge Seehunde übrigens bereits selbstständig und benötigen keine Hilfe mehr von Mutter oder Mensch.