„Von der Kunst mit Vögeln zu jagen“

Falken-Tag
Ende 2014 wurde die Falkenjagd von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt.
Seit über dreitausend Jahren ist die Jagd mit Beizvögeln bekannt. Sie entstand in den Steppen des Kaukasus und des Kaspischen Meeres und gelangte zu den Assyrern, Medern und Persern, zu den
Mongolen und Germanen. In Arabien wurde sie zur Perfektion geführt und genoss eine hohe Achtung. Im europäischen Mittelalter war die Falkenjagd ein gesellschaftliches Ereignis am adligen
Hof und diente der Selbstdarstellung des Herrschers. In der mittelalterlichen Dichtung wurden Falke und Falknerin zum Bild der Harmonie zwischen Ritter und Dame.
Der Verein „Waldland Hohenroth“ und das Regionalforstamt Siegen-Wittgenstein stellen in ihrer Reihe „Jagd und Ethik“ die Falkenjagd mit einigen besonderen Veranstaltungen in den Mittelpunkt.
Am Sonntag, den 14. Mai beginnt der „Falken-Tag“ in der Ausstellung von Dr. Marlies Obier
„ich zôch mir einen valken“ über die Falkenjagd im Mittelalter.
Um 14 Uhr führen Marlies Obier und Thomas Vehoff einen amüsanten, literarischen Dialog über „schoene ritter unde frouwen guot“ und die gesellschaftlichen Spiele von Jagd und Minne am Hof.
Um 15 Uhr leitet das Jagdhornbläsercorps Wilgersdorf zu der Demonstration der Ausbildung von Beizvögeln durch den Orden Deutscher Falkoniere über. Es werden Adler, Falken, Habichte,
Bussarde und verschiedene Eulenarten zu sehen sein.
Falkner Gregor Klein wird über die Aufzucht und Abrichtung von Greifvögeln für die Jagd und die Pflege verletzter Vögel berichten. In einem Zelt des Ordens Deutscher Falkoniere werden Gegenstände der Falkenjagd zu sehen sein. In dem Info-Stand der Kreisjägerschaft, der „rollenden Waldschule“, ist Wissenswertes über heimisches Wild zu erfahren.
Der Eintritt in alle Veranstaltungen des Tages auf Hohenroth ist frei.
Seien Sie herzlich willkommen!
Tag:Falken Tag

