X-view Wildkamera mit GPRS Bildübertragung im Test

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Der Markt für Wildkameras wächst stetig und die Modelle mit automatischem Bildversand werden immer preiswerter und somit auch attraktiver als herkömmliche Wildkameras.

Der Vorteil von Wildkameras mit integrierten GSM-Modulen zum Versenden der Bilder liegt auf der Hand. Wenn man die Bilder direkt auf das Handy und/oder PC bekommt, muss man nicht regelmäßig zur Kontrolle ins Revier und bringt somit Ruhe ins Revier. So wird die Umwelt geschont und Zeit gespart.

picture transfer
Telegram App mit picture-transfer Dienst

Als vor einigen Jahren, die ersten Geräte mit GPRS auf den Markt kamen, war die Technik zwar bereits ausgereift, das Handling und die Einstellungen aber sehr umständlich.  In Foren finden sich dazu eine Vielzahl von Einträgen, von verzweifelten Anwendern, bei denen die Kameras nicht funktionierten.
Die Jungjäger.de Redaktion wurde auf einen neuen Dienst aufmerksam, der sich „Picture-Transfer“ nennt.  Dieser Dienst übermittelt die Bilder in eine Messanger-App (Telegram), die vom Aufbau her Whats-app ähnelt.
Anders als bei der Übermittlung per Email, bei dem jede Email einzeln geöffnet und das Bild geladen werden muss, ist die Darstellung der Bilder bei dieser App einfach zum durchblättern und somit perfekt für mobile Geräte geeignet. Die Vorteile dieses Dienstes liegen klar auf der Hand:
– es können beliebig viele Kameras mit der App verbunden werden
– mehrere Personen können die Bilder gleichzeitig erhalten
– die Bilder werden schneller zugestellt
– es müssen keine persönlichen Daten in der Kamera  hinterlegt werden
– keine Beschränkung der Anzahl der Empfänger
– keine Beschränkung der zu übertragenden Bilder
– es können alle GPRS-Kamera Modelle verwendet werden
– sehr günstige Variante GPRS-Kameras zu betreiben. (Dienst/Account für 1 €/Monat)

Die Installation der App ist simpel und wird anhand von Video-Tutorials auch sehr verständlich erläutert.

In Kombination mit dem „Picture Transfer“ Dienst hatten wir 2 Geräte im Dauereinsatz.
1. X-view Wildkamera 5.0G
2. X-view Weitwinkel Wildkamera 6.0G

Bei beiden Kameras war die Software vorinstalliert, somit mussten keinerlei Einstellungen an der Kamera vorgenommen werden lediglich eine einmalige Anmeldung in der App war von Nöten, um die Kamera mit dem Handy zu verbinden.

Auspacken, Batterien, SD und SIM-Karte einlegen und los geht’s!

X-view Wildkamera 5.0G

x-view 5.0
x-view 5.0 mit Bleiakku und Metalgehäuse

Das Gehäuse der Kamera kennt man bereits von den Varianten ohne GPRS Versand. Die Kamera unterscheidet sich im Äußeren nur durch die Antenne von Ihren Vorgängern.
Die Bilder der Kamera sind sogar in der kleinsten Auflösung gestochen scharf, was durch die Kombination von Black-LED´s, Bewegungssensor sowie der Auslösezeit von nur 0,4 Sekunden zu begründen ist. Zudem ist ein Infrarot-Sensor verbaut, der mit Bewegungsmelder und Wärmesensor arbeitet.  Die IR-Blitzreichweite beträgt ca. 20m und die PIR Sensor Reichweite ca. 12m – 15m. Wahlweise können je nach Entfernung zum Aufnahmeobjekt 25 oder 56 Black-LED´s verwendet werden. Die Videofunktion erfolgt in Full HD sowie mit Ton. Wir hatten uns bei der Kamera für die Variante im Metallschutzgehäuse und einem Blei-Akku entschieden, da der Einsatzort recht weit entfernt ist und nicht ständig beunruhigt werden sollte. Die Aufhängung erfolgte mit einem Kabelschloss, denn die Kamera ist durch das Gewicht des Akkus recht schwer, dafür hat sie aber natürlich auch eine entsprechend lange Akku-Laufzeit.

X-view Weitwinkel Wildkamera 6.0G

x-view
x-view 6.0

Die 6.0G ist das neueste Modell des Jahres 2018. Das Gehäuse wurde komplett überarbeitet und besteht nun nicht mehr, wie die Vorgängermodelle aus 2 Teilen, sondern ist aufklappbar. Wie der Name schon sagt hat die Kamera ein Weitwinkel-Objektiv, das einen Aufnahmewinkel von 100 Grad ermöglicht. Damit ist die Kamera perfekt dafür geeignet große Gebiete zu überwachen oder in kleinen, engen Räumen den Überblick zu bewahren. 58 Black LED´s finden in der X-view Platz, die im oberen und unteren Bereich so angeordnet sind, dass Nachtaufnahmen gut ausgeleuchtet werden können. Die Multishot-Funktion macht bis zu 3 Bilder pro Sekunde. Eine weitere Neuheit ist eine übersichtlichere Menüführung.

Die Kamerasoftware hat grundsätzlich die Möglichkeit zweimal täglich einen Report anzufordern. D.h die Kamera sendet per Email zur eingestellten Uhrzeit einen Statusbericht/Statusmeldung mit folgenden Informationen: Empfangsstärke, CAM ID, Temperatur, Batteriespannung, Speicherplatz SD-Karte, aufgenommene Bilder und die Anzahl der versendeten Bilder.  Somit sind die Geräte für die Überwachung von Lebendfallen geeignet. (nur bei der aktuellen Firmware).
Der Betrieb der Kamera mit Bleiakku oder herkömmlichen Batterien ist sehr energieeffizient.
Mit der Bildqualität der Kamera und dem Versand der Bilder waren wir sehr zufrieden. Es ist empfehlenswert die Zahl der Bilder die pro Tag versendet werden zu limitieren, um den Datenverbrauch zu kontrollieren. Ein nützliches Feature ist die Zeitschaltuhr mit Ihr kann die Uhrzeit, in der die Kamera Bilder macht, definiert werden.
Als Sim-Karte wählten wir die vom Hersteller empfohlene Congstar Prepaid Variante die einmalig 9,99 € und monatlich  2€ /100 MB kostet. Bei der Bestellung sind bereits 10 € Startguthaben enthalten.  100 MB/Monat reichen etwa für 1500-1700 Bilder pro Monat.

Fazit: Der Picture Transfer Dienst ist in Kombination mit den beiden vorinstallierten GPRS Kameras ein sehr guter Service. Beide Wildkameras lieferten uns Out of the Box, ohne Einstellungen vornehmen zu müssen, die Bilder auf die Telegram App.  Für die weniger Technik affinen Anwender unter uns ein wahrer Segen.